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Irgendwann in den Jahren 500 - 600 n.C. siedelten die ersten
Menschen auf einem kleinen Sandhügel an der Weser in Höhe des
heutigen Bremen. Damit begann ein unaufhörlicher Aufstieg vom
kleinen Dorf bis zur heutigen Großstadt.
Bremen wuchs sehr schnell, schon im Jahre 787 wurde die Stadt Bischofssitz. Zur Zeit des Sachsenaufstands von 782 gegen Karl den Großen wurde die Fischer- und Fährleutesiedlung an der Weser zum ersten Male erwähnt: Die Bremer hatten den Priester Gerval totgeschlagen und wurden damit aktenkundig. 965 erlangte Bremen das Marktrecht durch Kaiser Otto 1. und Erzbischof Adaldag. Der Startschuss für den städtischen Handel und Wandel war somit gefallen - begünstigt durch die ideale Lage Bremens (nahe der Mündung der Weser in die Nordsee) und die Vertrautheit der Einwohner im Umgang mit Fluss, See und Schiffen. Seit dem 13. Jhdt. kämpften die Bremer um den freien Zugang zur See, sicherten die Weser und setzten ihre Unabhängigkeit gegen die eigenen Bischöfe und fremden Fürsten durch. Das Bürgertum wollte in Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung handeln. Und dieses Streben verdeutlicht auch heute noch "der steinerne Roland". Das traditionelle Wahrzeichen Bremens, erbaut 1404. St. Petri-Dom Der Bau des Doms wurde im Jahre 1041 von Erzbischof Bezelin begonnen und von seinem Nachfolger Adelbert zu einer dreischiffigen Basilika mit doppeltem Chor und zwei Krypten ausgebaut. Nach der Reformation verfiel der frühgotisch geprägte Dom, und wurde erst in den Jahren 1888 bis 1901 umfangreich restauriert. Der Dom beherbergt heute auch ein Museum. Besonders bemerkenswert sind seine ältesten Teile, die West- und Ostkrypta, sowie seine bedeutsamen Orgeln
Hanse
Im Jahr 1358 trat Bremen dem Bund der Hanse bei, der übrigens nie aufgelöst wurde. Auf dem letzten Hansetag im 17. Jahrhundert in Lübeck wurden Lübeck, Hamburg und Bremen beauftragt, die Rechte der Hanse fortan wahrzunehmen - was bis auf den heutigen Tag geschieht, wenn auch nur noch repräsentativ. Im Jahre,1646 erlangte die Stadt die Reichsunmittelbarkeit, und 1806 wurde sie Freie Hansestadt. Seit der Gründung des Deutschen Reichs im Jahre 1871 besteht Bremen als Freie Hansestadt und als selbständiger Bundesstaat. Seine stets verteidigte Souveränität verlor Bremen schließlich unter der Herrschaft der Nationalsozialisten, die es aber bereits 1947 gemeinsam mit Bremerhaven zurückerhielt. Seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland ist Bremen ein selbständiges Bundesland. Bremerhaven Dank dem Weitblick zweier Männer, des Bürgermeisters J. Smidt, der 1827 das 65 Kilometer stromabwärts gelegene Bremerhaven gründete, und des Wasserbaumeisters Franzius, der den Lauf der Unterweser korrigierte und die Fahrrinne vertiefte, haben sich die bremischen Häfen behaupten können. Zwischen den beiden Hafengruppen herrscht eine sinnvolle Arbeitsteilung. Vereinfacht ausgedrückt: Bremerhaven am offenen Strom hat sich auf die Abfertigung der immer größer werdenden Schiffe im Weltverkehr eingestellt, während Bremen- Stadt über die beiden Binnenwasserstraßen Küstenkanal und Mittelweser auch die Verbindung mit dem Raum Hannover- Braunschweig- Salzgitter aufrechterhält. SEHENSWERTES Noch heute birgt der Bremer Marktplatz eine Fülle von Denkmälern, die die Stadt bekannt machten. Sei es das Rathaus - weltberühmt für seine Renaissance-Fassade, der Schütting - Sitz der Kaufleute oder der St. Petri Dom - dessen Grundsteinlegung im Jahre 789 auf Geheiß Karl des Großen erfolgte. In Bremens ältestem Viertel, dem Schnoor, reihen sich die kleinen Häuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert dicht aneinander. In verwinkelten Gässchen arbeiten Künstler, Goldschmiede und Galleristen. Vergangenheit und Gegenwart fließen in Bremen nahtlos ineinander. So ist die Böttcherstraße ein einmaliges, weltberühmtes Architektur-Ensemble. Schlachte Hier an der Weser befand sich vor 750 Jahren der wichtigste Hafen der aufstrebenden Hansestadt. Der Name "Schlachte" erinnert an diese Zeit. "Slait" heißt im Niederdeutschen "Schlagen". Am Weserufer mußten viele Holzpfähle eingeschlagen werden, damit die Handelsschiffe mit ihrer wertvollen Fracht anlegen konnten. Bis ins 16. Jahrhundert war die Schlachte bremischer Haupthafen. Jetzt ist hier eine breite Uferpromenade direkt am Fluss mit Bier- und Sommergärten und weit über 2000 Sitzplätzen. An den zahlreichen Anlegern haben historische und Restaurantschiffe festgemacht, so u.A. ein originalgetreuer Nachbau einer alten Hansekogge aus dem Mittelalter. Bremen ist international. Dafür sorgen nicht nur die Häfen mit ihren Verbindungen in alle Welt, sondern auch Raumfahrttechnologie, Wissenschaft und Forschung - und nicht zuletzt das umfangreiche Kulturangebot. BREMEN IN ZAHLEN Im April 2008 verzeichnete das Land Bremen rund 665.000 Einwohner, wobei auf die Stadt Bremen 548.477 entfallen und der Rest auf Bremerhaven. Mit dem Umland, wo viele Bremer/Bremerhavener wohnen und täglich pendeln sind es insgesamt ca. 858.488 Menschen. Die Fläche beträgt 326,72 km² und die Bevölkerungsdichte rund 1.685 Einwohner/km² . Das Stadtgebiet Bremens ist in fünf Stadtbezirke und diese in 23 Stadtteile eingeteilt. Für Verwaltungsaufgaben sind die 23 Stadtteile zu 17 Ortsämtern zusammen gefasst. Die 23 Stadtteile sind für statistische Zwecke weiter in Ortsteile mit eigenem Namen unterteilt. Hier ein interessanter Link zu Bremen: http://de.wikipedia.org/wiki/Bremen
Der offizielle Link der Stadt Bremen:
http://www.bremen.de
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