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- Tauchen und Tauchplätze Cocos Island -
Es gibt hier nur die Möglichkeiten, die Unterwasserwelt mittels einer Safari zu erkunden. Die Insel selber ist, bis auf eine Rangerstation, unbewohnt. Die Zahl der Taucher bzw. Tauchschiffe ist aber beschränkt, es dürfen immer nur 2 Schiffe gleichzeitig dort sein. Das macht die Sache natürlich exklusiv und daher auch etwas teurer...
Tauchen
ohne Nitrox ist hier
unverantwortlich. Die nächste Druckkkammer ist auf dem
Festland,
Rettungshubschrauber gibt es nicht und das Schiff braucht 36 Stunden
bis dorthin...
So hatten wir bei unserem ersten Tauchgang am Platz "Alcyone" eine besonders starke Strömung, die mit geschätzten 8kn schon grenzwertig war. Der Abstieg erfolgt hier an einer Mooringleine bis auf 30m, unten angekommen hatten die meisten nur noch rund 120 Bar bis 150 Bar in den Flaschen...
Untem am Felsen gibt es genügend Strömungsschatten, da gibt es keine Probleme. Nur muss man wieder rauf... in unserem Fall endete die Mooringleine mit den Schwimmkörpern durch die Strömung in rund 10m Tiefe (sie lag fast waagerecht im Wasser), der Rest war also freier Aufstieg, wobei der Sicherheitsstopp in 5m eine echte Herausforderung darstellte.
Temperaturen: Die Wassertemperaturen hatten uns am meisten überrascht, sie lagen bei den meisten Tauchgängen Mitte Februar 2011 bei 29° C! Dazu kommen aber während der Tauchgänge an fast jedem Platz kalte Strömungen, die runter gehen bis auf 20° C. Diese kalten Strömungen kommen und gehen und sind an einem Platz nicht immer an der selben Stelle. So gesehen war ich mit meinem 5mm Nassanzug immer gut geschützt.
Was benötigt man dort zum Tauchen? Vorgeschrieben ist nichts. Ein Brevet wird von den Guides verlangt, ein Nitrox-Schein ebenso - wer keinen hat kann ihn auf dem Schiff machen. Ein Logbuch wurde nicht verlangt, man sagt einfach, wieviel Tauchgänge man hat, das wird eingetragen und die beiden Zodiacs dann mit Tauchern ähnlichen Levels bestückt. Eine ärztliche Bescheinigung braucht man nicht, sie stößt dort auf völliges Unverständnis; jeder Taucher ist für sich selber verantwortlich - abgesehen davon würden viele der oft massiv übergewichtigen US-Amerikaner diese Tauchtauglichkeit nach deutschen Muster auch nie attestiert bekommen... und die Amerikaner stellen den Hauptanteil an Tauchtouristen dort.Als Ausrüstung kommt man entweder mit eigenem Equipment oder leiht sich alles. Die Leihausrüstung war in gutem Zustand, viele Amerikaner haben darauf zurück gegriffen. Auch Foto/Videoausrüstung kann eingeschränkt geliehen werden (einfachste Digitalknipsen, aber besser als gar nichts). Unter Temperaturen schon erwähnt: ein 5mm Nassanzug reicht normalerweise, es sei denn, man ist sehr empfindlich; dann nimmt man den 7er mit. Eine Kopfhaube habe ich nicht vermisst, aber dünne Handschuhe sind Pflicht! Bei den Tauchgängen hält man sich an den scharfen Felsen fest, wer da keine Handschuhe hat, schneidet sich sofort die Finger auf. Wer mit einem DIN-Anschluß kommt, braucht unbedingt einen DIN/INT Adapter - mitbringen, den gibt es dort nicht einmal leihweise. Einen Tauchcomputer, Boje und Trillerpfeife werden von einigen Guides verlangt; man sollte auch damit umgehen können. Auf der Wind Dancer/Aggressor bekommt man noch einen GPS Sender in einer wasserdichten Box (kein ENOS, sondern EPIRB, also richtiges GPS, arbeitet ohne reduzierten Radius weltweit via Satellit). An statt einer Boje hatte ich eine zusammensteckbare Flaggenstange mit (die Idde dazu hatte ich von der Galapagos-Aggressor, da gibt es die für jeden Taucher). Eine Boje liegt bei Wind, Oberflächenströmung und Wellengang sofort flach auf dem Wasser; meinen kleinen 1,5m langen Flaggenmast hielt ich einfach auf dem Rücken liegend, hoch und wurde auf große Entfernung sofort von den Zodiacfahrern gesehen. Tauchplätze: Da hier meist bis zu 4 Tauchgänge pro Tag durchgeführt werden, ist Nitrox Pflicht! Spätestens ab dem 2. Tauchgang ist die Grundzeit in 30m Tiefe mit normaler Pressluft zu gering; Deko ist hier sehr schnell erreicht, aber verboten! So werden die Taucher zwangsläufig zu Nitrox gezwungen.
Fotografieren
an
den
Tauchplätzen:
Einen Blitz kann man mitnehmen, aber das Handling bei starker Strömung ist schlecht. Gerade bei Weitwinkel braucht man einen sehr langen Blitzarm (ca. 1m senkrecht nach oben); das ist bei stärkerer Strömung nicht mehr zu halten. Einen kürzeren Blitzarm kann man vergessen, weil hier sehr viel Plankton im Wasser ist.
Die Videofraktion arbeitete ohne Lampen, aber mit Rotfiltern. Die Ergebnisse haben uberzeugt. Wäre auch für Fotos eine Überlegung Wert.
- Alcyone
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