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- Tauchen und Tauchplätze Cocos Island -

 


Tauchen bei der Kokos Insel ist, neben Galapagos, ein absolutes Highlight im Leben eines jeden begeisterten Sporttauchers. 


Es gibt hier nur die Möglichkeiten, die Unterwasserwelt mittels einer Safari zu erkunden. Die Insel selber ist, bis auf eine Rangerstation, unbewohnt. Die Zahl der Taucher bzw. Tauchschiffe ist aber beschränkt, es dürfen immer nur 2 Schiffe gleichzeitig dort sein. Das macht die Sache natürlich exklusiv und daher auch etwas teurer...


Zum Tauchen selber: es gibt einige Regeln, die der Guide vorgibt. So sind Tauchgänge tiefer als 30m (max. 35m) nicht erlaubt, die Tauchplätze sind aber auch so gewählt, das man da auch nicht viele Möglichkeiten hat... Die Guides haben eine umfassende Ausbildung und kennen sich besten mit den Verhältnissen aus. Da sie auch meist schon recht lange in dem Beruf tätig sind und viele Taucher aller Nationen und Erfahrungsstufen erlebt haben, sollte man ihren Briefings unbedingt Folge leisten.

Pro Tag werden bis zu 4 Tauchgänge angeboten; 3 Tagtauchgänge und jeweils 1 Nachttauchgang. Bedingt durch diese hohe Anzahl und den Tiefen der Tauchgänge - man geht sofort auf mind. 25m runter und bleibt dort den gesamten Tauchgang über - sollte unbedingt auf Nitrox umgestiegen werden.


Tauchen ohne Nitrox ist hier unverantwortlich. Die nächste Druckkkammer ist auf dem Festland, Rettungshubschrauber gibt es nicht und das Schiff braucht 36 Stunden bis dorthin...

Wer ohne eigene Ausrüstung anreist, kann sich alles leihen. Die Leihausrüstungen waren alle in sehr gutem Zustand. Wer mit eigener Ausrüstung kommt, muss zwingend einen DIN-INT Adapter dabei haben - den gibt es sonst nirgends zu leihen!

Ansonsten steht hier im laufenden Text der Tauchplatzbeschreibungen genug über das Tauchen auf Cocos Island drin.
 



Tauchsaison
Es gibt keine spezielle Tauchsaison, auf Cocos Island kann ganzjährig getaucht werden. Es gibt zwei Hauptzeiten, die "Trockenzeit" von Dezember bis Mai und die "Regenzeit" von Juni bis November. Taucherisch ist Cocos ein Ganzjahresziel und immer spektakulär, wobei die Regenzeit von den Aktivitäten her einen leichten Pluspunkt zu verzeichnen hat.

Strömung:
die Strömung ist hier sehr variabel und ändert sich auch schon mal während eines Tauchgangs. Es gibt hier auch wechselnde Auf- und Abwärts gerichtete Strömungen. Viele Tauchplätze liegen aber im Strömungsschatten eines Felsens, man muss nur erst Mal dort runter kommen...


So hatten wir bei unserem ersten Tauchgang am Platz "Alcyone" eine besonders starke Strömung, die mit geschätzten 8kn schon grenzwertig war. Der Abstieg erfolgt hier an einer Mooringleine bis auf 30m, unten angekommen hatten die meisten nur noch rund 120 Bar bis 150 Bar in den Flaschen...


Untem am Felsen gibt es genügend Strömungsschatten, da gibt es keine Probleme. Nur muss man wieder rauf... in unserem Fall endete die Mooringleine mit den Schwimmkörpern durch die Strömung in rund 10m Tiefe (sie lag fast waagerecht im Wasser), der Rest war also freier Aufstieg, wobei der Sicherheitsstopp in 5m eine echte Herausforderung darstellte.


Temperaturen:

Die Wassertemperaturen hatten uns am meisten überrascht, sie lagen bei den meisten Tauchgängen Mitte Februar 2011 bei 29° C!

Dazu kommen aber während der Tauchgänge an fast jedem Platz kalte Strömungen, die runter gehen bis auf 20° C. Diese kalten Strömungen kommen und gehen und sind an einem Platz nicht immer an der selben Stelle. So gesehen war ich mit meinem 5mm Nassanzug immer gut geschützt.


Was benötigt man dort zum Tauchen?

Vorgeschrieben ist nichts. Ein Brevet wird von den Guides verlangt, ein Nitrox-Schein ebenso - wer keinen hat kann ihn auf dem Schiff machen. Ein Logbuch wurde nicht verlangt, man sagt einfach, wieviel Tauchgänge man hat, das wird eingetragen und die beiden Zodiacs dann mit Tauchern ähnlichen Levels bestückt. Eine ärztliche Bescheinigung braucht man nicht, sie stößt dort auf völliges Unverständnis; jeder Taucher ist für sich selber verantwortlich - abgesehen davon würden viele der oft massiv übergewichtigen US-Amerikaner diese Tauchtauglichkeit nach deutschen Muster auch nie attestiert bekommen... und die Amerikaner stellen den Hauptanteil an Tauchtouristen dort.

Als Ausrüstung kommt man entweder mit eigenem Equipment oder leiht sich alles. Die Leihausrüstung war in gutem Zustand, viele Amerikaner haben darauf zurück gegriffen. Auch Foto/Videoausrüstung kann eingeschränkt geliehen werden (einfachste Digitalknipsen, aber besser als gar nichts).

Unter Temperaturen schon erwähnt: ein 5mm Nassanzug reicht normalerweise, es sei denn, man ist sehr empfindlich; dann nimmt man den 7er mit.

Eine Kopfhaube habe ich nicht vermisst, aber dünne Handschuhe sind Pflicht! Bei den Tauchgängen hält man sich an den scharfen Felsen fest, wer da keine Handschuhe hat, schneidet sich sofort die Finger auf.

Wer mit einem DIN-Anschluß kommt, braucht unbedingt einen DIN/INT Adapter - mitbringen, den gibt es dort nicht einmal leihweise.

Einen Tauchcomputer, Boje und Trillerpfeife werden von einigen Guides verlangt; man sollte auch damit umgehen können.

Auf der Wind Dancer/Aggressor bekommt man noch einen GPS Sender in einer wasserdichten Box (kein ENOS, sondern EPIRB, also richtiges GPS, arbeitet ohne reduzierten Radius weltweit via Satellit).

An statt einer Boje hatte ich eine zusammensteckbare Flaggenstange mit (die Idde dazu hatte ich von der Galapagos-Aggressor, da gibt es die für jeden Taucher). Eine Boje liegt bei Wind, Oberflächenströmung und Wellengang sofort flach auf dem Wasser; meinen kleinen 1,5m langen Flaggenmast hielt ich einfach auf dem Rücken liegend, hoch und wurde auf große Entfernung sofort von den Zodiacfahrern gesehen.

Tauchplätze:

Die Tauchplätze selber liegen auf mind. 20m, meist im Bereich 25m bis 30m. Oberhalb 20m ist offenes Wasser mit zum Teil extremer Strömung. Man muss also schnell runter um sich an den Felsen festzuhalten bzw. im "Windschatten" einen günstigen Platz zu suchen.

Da hier meist bis zu 4 Tauchgänge pro Tag durchgeführt werden, ist Nitrox Pflicht! Spätestens ab dem 2. Tauchgang ist die Grundzeit in 30m Tiefe mit normaler Pressluft zu gering; Deko ist hier sehr schnell erreicht, aber verboten! So werden die Taucher zwangsläufig zu Nitrox gezwungen.

Fotografieren an den Tauchplätzen:
Achtung! Beim Abtauchen ist keine Zeit, nach der Rolle rückwärts vom Zodiac sich die Kamera anreichen zu lassen. Die Strömung lässt das nicht zu, man ist sofort weit weg vom Boot. Also mit Kamera! ins Wasser rollen und sofort auf Tiefe gehen.


Alle Tauchplätze sind (fast) reine Weitwinkelpätze. Es gibt einige Plätze, wo sich ein Macro-Objektiv auch lohnen würde, da es dort zwischen den Felsen viel Kleinkram wie Muränen, Octopusse, Lobster usw. gibt. Es ist aber nicht so spektakulär, das man deswegen ein Macro-Objektiv plus entsprechendem Port um die halbe Welt schleppen muss. Wer es aber dabei hat, findet auch auf Cocos durchaus lohnende Objekte.


Ich hatte ein 10,5mm Fisheye und ein 12-24mm WW Zoom dabei (Cropfaktor 1,5), das war eine gute Wahl. 

Einen Blitz kann man mitnehmen, aber das Handling bei starker Strömung ist schlecht. Gerade bei Weitwinkel braucht man einen sehr langen Blitzarm (ca. 1m senkrecht nach oben); das ist bei stärkerer Strömung nicht mehr zu halten. Einen kürzeren Blitzarm kann man vergessen, weil hier sehr viel Plankton im Wasser ist.


Die Videofraktion arbeitete ohne Lampen, aber mit Rotfiltern. Die Ergebnisse haben uberzeugt. Wäre auch für Fotos eine Überlegung Wert.



Einzelbeschreibung einiger Tauchplätze (bitte anklicken); diese Plätze wurden von der Wind Dancer (bzw. Okeanos Aggressor) während unserer Tour u.A. betaucht.


- Alcyone

- Shark Fin

- Manuelita (mehrere Plätze)

- Dos Amigos (zwei Plätze)

- Dirty Rock

- Chatam Bay


 

 

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