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- Allgemeine Infos Chile -
Lage
Die Republik Chile grenzt im Norden an Peru, im Osten an Bolivien und
Argentinien, im Süden und Westen an den Stillen Ozean. Chile liegt
zwischen dem 17. und 56. Grad südlicher Breite und dem 67. und 76. Grad
westlicher Länge. Die Küstenlinie ist rund 4.200 km lang, das Land ist
durchschnittlich 177 km breit.
Chile hat eine Landfläche von 756.096 km², dazu kommen noch einige Inseln: - die ebenfalls im Stillen Ozean liegenden Juan-Fernández-Inseln (Fläche 185 km²) - die Islas Desaventuradas (Fläche 3,3 km²)
- die Insel Sala y Goméz (Fläche 0,12 km²)
Einwohner
Telefon/Mobilfunk/Internet
Das Mobilfunknetz ist auf dem Festland in bewohnten Gegenden sehr gut
ausgebaut, auch auf der Osterinsel ist in der Hauptstadt Hanga Roa
Telefonieren mit dem Mobiltelefon problemlos möglich. Außerhalb der
Hauptstadt gibt es kein Mobilfunknetz.
Internet Auf der Osterinsel gibt es auf der Hauptstrasse (Atamu Tekena) drei Internetcafes (eins sogar mit WLAN) mit teilweise recht schnellem Zugang. Eine Stunde kostete im August 2007 1000 Pesos (ca. € 1,50). Auch eine GSM-Datenkarte funktioniert (GPRS), hier ist die Geschwindigkeit aber mit 57kBit/sec. recht langsam - über dem Roaming Preis liegt da eh der Mantel des Schweigens... sollte nur für Notfälle sein oder Lottomillionäre.
Feiertage
Öffnungszeiten Auf der Osterinsel ist, zumindest in der Nebensaison (bei uns Sommer) Sonntags fast alles zu; bis auf ein paar kleine Läden und einen kleinen Supermarkt an der Hauptstrasse. Auch die Restaurants haben Sonntags fast alle geschlossen. In der Hauptsaison, wenn mehr Touristen auf der Insel sind, haben auch die Läden verstärkt geöffnet.
Also vor einer Reise nach Chile unbedingt im Internet sich Informationen über das Wetter holen. So kann es auch im Juli/August mitten in der Südsee auf der Osterinsel recht kalt und naß werden. Wenn man den Süden und die Hochlagen Chiles bereist, sollte man außerdem unbedingt warme Kleidung mitnehmen. So genannte Freizeitkleidung (kurze Hosen, Sandalen und Socken - die typische Touristenkluft) ist in den Städten tabu.
In der Winter- und auch noch in der Frühlingszeit (Juni bis Oktober)
- kühlen die Nächte empfindlich ab (bis auf -5°C).
Unbedingt auf ausreichenden Sonnenschutz achten - die Sonne in Chile, und
vor allem auf der Osterinsel, ist auch bei bewölktem Himmel sehr stark und
erfordert mehr Schutz als es aussieht.
Einreise für Deutsche
Eine sehr gute Regelung gibt es am Flughafen für alle, die eine Taxe benötigen: am Ausgang gibt es ein paar Schalter von Taxifirmen, hier kauft man ein Ticket zum Ziel der Wahl (Festpreis). Damit geht man direkt am Ausgang zu einem Einweiser dieser Taxenfirma, der bringt einen mit seinem Gepäck zu einem der angeschlossenen Taxen, oder man geht sofort raus zu den Taxen und sucht einen von der gebuchten Firma (die Einweiser haben große Schilder). Das war es dann schon - egal welchen Weg (oder Umweg) der Fahrer nimmt, die Fahrt ist ja bereits fest bezahlt. Der Fahrer bekommt den Coupon und natürlich ein Trinkgeld (1 US$ oder 500 Pesos reicht). Eine hervorragende Idee gegen die zum Teil recht üble Taxi-Abzocke in manchen Städten dieser Welt. Eine Fahrt vom Flughafen zur Innenstadt (rund 25km) kostete 2007 US$ 22.-
Währung Die Währung ist der Chilenische Peso ($ oder CLP), als zweite Währung hat sich der US$ etabliert; er wird überall problemlos genommen (man bekommt aber als Wechselgeld zum Teil Pesos wieder heraus). Kurs Juli 2007: 1 EURO = 680 Pesos oder 1000 Pesos = 1,47 EURO Geld wechseln kann man bei Banken oder in Wechselstuben, dort teilweise günstiger. Für das Einlösen von Traveller-Schecks werden bei den Banken zum Teil hohe Gebühren genommen, es lohnt daher nicht. Die preisgünstigste Art an Geld zu kommen ist die normale Bankkarte (Maestro-Karte). Damit kann man an fast allen Bankautomaten Geld ziehen; das klappt sogar bei der einzigen Bank auf der Osterinsel (24h Automat) - aber nicht darauf verlassen, der ist manchmal leer...
Die gängigen Kreditkarten werden in den großen Städten in fast allen Hotels, größeren Restaurants und großen Läden genommen. Auf dem Land und auf der Osterinsel unbedingt ausreichend Bargeld mitnehmen, hier sind Kreditkarten nicht überall akzeptiert. So wird ein Leihwagen auf der Osterinsel in Bar bezahlt, mit der Kreditkarte wird er aber vorher abgesichert! Also beides mitnehmen. Auch nehmen einige Hotels dort lieber Bargeld.
Chile verfügt über ein hervorragend ausgebautes Busnetz. Auch ein Leihwagen kann problemlos genommen werden, der Verkehr (Rechtsverkehr) ist nicht so wild wie z.B. in einigen asiatischen Ländern. Die Chilenen fahren recht gesittet. Höchstgeschwindigkeit innerorts 60km/h, Landstrasse 100km/h, auf einigen Autobahnen 120km/h. Da das Land sehr lang ist, gibt es auch die Möglichkeit mit günstigen Inlandsflügen weiter zu kommen. Auch zu der Osterinsel gibt es eine regelmäßige Flugverbindung. Der Flug dauert rund 5 Std. ab Santiago und liegt je nach Saison und Buchungszeitraum so ungefähr bei €500.- bis €700.- inkl. Gebühren. Es wird empfohlen, rechtzeitig von Deutschland aus zu buchen, die Flüge sind auch in der Nebensaison meist komplett ausgebucht. Kurzfristig vor Ort wird das meist nichts. Wer z.B. einen Tag nach Valparaiso möchte, hier gibt es einen Bus oder Leihwagen. Am besten bei der Hotelrezeption fragen, die haben auch kostenlose Stadtpläne von Santiago, nur liegen die nicht offen rum...also nach der Freemap fragen...
Hotels und Unterkünfte Hotels gibt es - wie sonst auch auf der Welt - in allen Kategorien und Preisklassen. Wer individuell reist, kann sich im Voraus am besten ein Hotel im Internet buchen, z.B. bei www.hrs.de Beachten sollte man aber, das sich das deutsche "Sternensystem" bei der Hotelbewertung hier nicht so übertragen lässt. So habe ich 2007 in einem 5-Sterne Hotel in Santiago gewohnt, das nach unserem Verständnis so gerade mal bei 3 Sternen lag. Das Zimmer war sehr klein, es gab keine Ablagemöglichkeiten, keinen Stuhl oder Tisch (passte schlichtweg nicht mehr herein); dafür Internet via WLAN kostenlos, ein hervorragendes Restaurant, absolute Innenstadtlage und es war sehr sauber. Alles zusammen macht so gute 3 deutsche Sterne... Auf der Osterinsel muss man seine Ansprüche noch etwas herunterschrauben. Hier wird alles per Flugzeug oder mit dem 2x jährlich kommenden Frachtschiff auf die Insel gebracht. Die Hotels sind dort sehr einfach, viel in Holz (Sperrholz) gebaut mit Wellblechdächern, aber sehr liebevoll mit Pflanzen dekoriert. Man hat auf der Insel halt nicht so viel und macht das Beste daraus; also hier bitte keine deutschen Maßstäbe ansetzen.
Essen und Trinken Chile hat keine ausgeprägte "chilenische" Küche, die chilenische Küche ist europäisch geprägt und entspricht mehr guter Hausmannskost. Da Chile eine über 4000km lange Küste hat, ist Fisch und sowieso alles, was aus dem Meer an Essbarem kommt, der Tipp überhaupt. Es gibt Fischgerichte bzw. Meeresfrüchte in allen Variationen, immer frisch zubereitet und absolut lecker. Empfehlenswert in Santiago die Markthalle; im Inneren ist nur auf den äußeren Gängen Markt. Die eigentliche Halle ist ein riesiges Restaurant, das sich hauptsächlich zwei große Anbieter teilen. Das Essen, gerade was Fisch angeht, aber auch Fleisch (Rind und Huhn) ist sehr gut und nicht zu teuer. Zum Nachtisch gibt es oft Gebäck oder Süßspeisen - die Betonung liegt hier fast immer auf "Süß". Dazu einen guten chilenischen Wein - was will man mehr. Nur Kaffee könne die nicht kochen - in den meisten Restaurants und Hotels, auch in den besseren, gibt es als Kaffee eine Tüte Nescafé mit heißem Wasser und - wer Milch in den Kaffee mag - einen Löffel Milchpulver, manchmal auch echte Milch... Dann lieber Tee trinken. Da gibt es auch nur heisses Wasser und einen Teebeutel, aber das ist bei Tee schon fast normal und nicht so grausam wie der Kaffee. Das Essen auf der Osterinsel ist durchwachsen - es gibt ein paar recht gute Restaurants, viel Durchschnitt und einige sehr lausige. Auch kommt es immer darauf an, was man gerade bestellt; die Köche können nicht alles gleich gut. So bekommt man in einem kleinen Restaurant an der Hauptstrasse einen recht guten Hamburger, aber bestellen sie da nie ein Sandwich...mir war über Stunden schlecht, das Teil bestand nur aus Fett...
Sicherheit Gerade bei südamerikanischen Ländern eine viel gestellte Frage. Chile gilt als das sicherste Reiseland Südamerikas. Trotzdem sollte man gerade als Alleinreisender etwas aufpassen bzw. eine gewisse Erfahrung mitbringen. Wer schmuckbehangen mit einer teuren Kamera durch ein Elendviertel läuft und die Leute in ihrer Armut auch noch gezielt fotografiert, der braucht sich nicht wundern, wenn er da nicht wieder heile rauskommt -das gilt übrigens fast überall auf der Welt. Wenn ein Familienvater nicht weiss, wie er die hungrigen Mäuler stopfen soll und draußen läuft gerade ein durchschnittliches Jahresgehalt als Tourist verkleidet vorbei, so wirkt das auf einige Familienväter wie eine Einladung... Ansonsten kann man, gerade in großen Städten wie Santiago, auch mit einer teuren Kamera in der Hand gerade in dem Innenstadtbereich problemlos herumlaufen - es gibt auch an fast jeder Ecke Polizei und die soll nicht gerade zimperlich sein. Außerhalb der Innenstädte gilt die übliche Vorsicht, die man auch in z.B. einigen deutschen Städten haben muss. Ich habe meine Fotoausrüstung immer in einer Umhängetasche (keine Fototasche, da sieht jeder potentielle Dieb gleich, was da angelaufen kommt...); zum Fotografieren suche ich mir ein ruhiges Plätzchen (Parkbank, Mauer etc.) und hole dann die Kamera heraus, mache meine Bilder und packe wieder ein. Die Tasche immer gut verschlossen, so kommt man überall gut durch und weckt keine Bedürfnisse. Auf der Osterinsel ist Kriminalität gegenüber Touristen völlig unbekannt - wenn überhaupt beklauen sich die Touristen höchstens gegenseitig... Auch Frauen können in Chile problemlos alleine durch das Land reisen. Die übliche Anmache der Machos ist in Chile kaum vorhanden und wenn, dann sehr harmlos.
Deutsche Botschaft Las Hualtatas 5677, Vitacura, Santiago Tel. 2 - 463 2500 Fax. 463 2525 Internet: http://www.santiago.diplo.de/Vertretung/santiago/de/Startseite.html
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