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Mein Werdegang als Fotograf und Taucher

 

Meinen ersten Fotoapparat habe ich irgendwann im Alter von ca. 8 Jahren in einem der damals noch ab und zu vorhanden Trümmergrundstücke (die vom WW II) gefunden - es war eine Agfa Box, also ein Loch mit einem Schieber, darin ein kleineres Loch (ne richtige Blende...) und einen Auslöser. Die lag da wohl schon rund 15 Jahre, solange war der WW II schon zu Ende. Aber sie funktionierte, nur kostete es mich viel Überredungskunst, von meinem Vater einen Film dafür "zum Testen" zu bekommen. Hat aber geklappt, die Bilder waren super, ich habe sie z.T. heute noch (6x9cm Rollfilm in Farbe).

Später dann, irgendwann in den 1970ern mit einer Minolta SLR als Pressefotograf gearbeitet, aber schnell bemerkt, daß das zwar sehr interessant ist, aber als freier Mitarbeiter verdient man fast nichts... Danach mit einem Kollegen ein kleines Fotostudio betrieben und Werbung gemacht.

Meinen ersten Tauchgang - ok, mehr Schnuppertauchen in der Halle - hatte ich übrigens 1967, danach unregelmäßig immer mal wieder den Kopf unter Wasser gesteckt. Ich kannte einige der damals noch sehr seltenen Sporttaucher und wurde immer mal wieder zum tauchen eingeladen. Den Wunsch, das dort Gesehene auf Film zu bannen, hatte ich zwar, aber so richtig zu kaufen gab es nichts bzw. es war schlichtweg unerschwinglich. Irgendwann hatte ich auch das Tauchen aus den Augen verloren; ich habe, bevor ich meinen Tauchschein gemacht habe, rund 15 Jahre überhaupt nicht mehr getaucht.

2001 kam dann meine Frau mit einem Schnupperkurs an, ich war wieder vom Tauchvirus angesteckt. Also machte ich dann ein Brevet, auch aus dem Grund, daß es kaum noch eine Basis auf der Welt gibt, die das nicht verlangte; zumal ich bis dahin auch kein Logbuch geführt hatte. Denn jetzt wollte ich wieder verstärkt tauchen, und vor allem in wärmeren Gefilden...

Jetzt kommt endlich auch die UW-Fotografie ins Spiel. Meine ersten Tauchgänge mit dem frischen CMAS Bronce Schein machte ich auf Mauritius und hatte mir dafür extra eine Nikonos IV mit SB-104 gekauft. Die ersten Bilder waren ernüchternd. Das mit dem Sucher klappte nicht so richtig, der große Plastiksucher zum Aufstecken hatte einen riesigen Paralaxenfehler, so daß ich alles auf dem Bild hatte, nur nicht das, was ich an sich anvisiert hatte; das Scharfstellen ging so lala und die Belichtung... für mich als Profi war meine erste Arbeit unter Wasser beschämend. Als dann meine Tochter unbedingt unter Wasser auch mal die Kamera haben wollte, war´s das dann... sie sah nicht ein, warum der Filmtransport auf einmal nicht mehr funktionierte (der Film war schlichtweg am Ende...) und drehte mit Gewalt weiter, wie Mädels in der Pupertät halt so sind. Die Kamera soff daraufhin komplett ab. Ok, eine bekannte Fachwerkstatt hat das dann für gut 200.- wieder hin bekommen, aber die Kamera ging dann nach ein paar Bildern im heimischen See ebenfalls den Weg allen Irdischen, also nach ebay...

Da ich inzwischen, mehr zum immer dabei haben, eine kleine Digitalkamera (Canon Ixus 330) gekauft hatte, besorgte ich mir das Original Canon UW-Gehäuse und legte damit los. Das klappte sehr gut, so kam dann die Nachfolgerin Ixus 400, die meine Frau heute noch einsetzt, auch unter Wasser. Viele Bilder hier in der Bildergalerie sind noch mit der 330 bzw. 400 Ixus gemacht - also mit 3 bzw. 4 Megapixeln!

Ich wollte an sich nicht mehr so viel mit mir rumschleppen und hatte meine komplette Nikon F3 Ausrüstung, mit der ich jahrelang gearbeitet und auch die eine oder Mark verdient habe, bei ebay verkauft. Heute weine ich der Kamera manchmal eine Träne nach... allerdings meine allererste Pressekamera (eine Minolta SRT-101) habe ich noch im Glasschrank stehen. Ich dachte also tatsächlich, ich komme davon los und werde auf Dauer mit einer kleinen Taschenknipse glücklich - welch Trugschluß.

Beim Ausreizen der kleinen Taschenknipsen kam ich nämlich sehr schnell an die Grenzen der Technik; d.h. der Ausschuß wurde immer mehr, meine Ansprüche konnte die kleine Kamera irgendwann einfach nicht mehr befriedigen. Es musste also wieder etwas "Richtiges" her... dabei wollte ich doch nach Jahren der Schlepperei mit großen Ausrüstungen endlich mal etwas kleines und leichtes haben...

2006 kaufte ich mir die D-SLR Nikon D70s im UK-Germany Gehäuse mit div. Objektiven und als Blitz den Nikon SB-800; im November 2007 stellte ich alles auf die neue Nikon D300 um. Leider brauchte ich hier wieder ein völlig neues UW-Gehäuse, was bei den Preisen dafür recht happig ist. Aber es ist schon schön... jetzt habe ich endlich wieder die Möglichkeiten unter Wasser, die ich brauche. Gerade die Unterwasserbilder hier in der Galerie (z.B. Bali) zeigen doch, wie viel mehr an Möglichkeiten in einer D-SLR steckt.

 

Wenn nur diese elende Schlepperei nicht wäre... aber irgendwas ist ja immer.

 

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