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Über Unterwasserkameras... Sie sind wie großes Spielzeug. Man hat sie oder will sie immer haben. Da gibt es Knöpfe zum drücken und drehen, Hebel, Griffe und etwas, das Kameras mit oder ohne Unterwassergehäuse so unwahrscheinlich interessant macht: den Sucher (oder heutzutage bei immer mehr kompakten Kameras das Display). Sozusagen das Fenster zur Welt an jeder Kamera. Wie war das in unserer Kindheit? Jedes Spielzeug, wo man irgendwie rein- oder durchschauen konnte, war unheimlich interessant, ja fast mystisch. Und so opfern wir auch als erwachsene Menschen jede Menge Zeit und Geld für ein Spielzeug mit Fenster zum Durchschauen… Dank der digitalen Revolution neuerdings mit Display, Vorschau und vielen bunten Menüpunkten und diesen ganzen Ausstattungen, die uns im Hochglanzprospekt als unbedingt nötig angepriesen wurden. Wie konnten wir früher nur mit diesen mickrig ausgestatteten Kameras Bilder machen? Impossible. Wenn wir einmal Filmkameras und Großformatkameras und ähnliche Spezialitäten weglassen, kommen wir sehr schnell zu dem Ergebnis, dass man mit so gut wie jeder am Markt erhältlichen Kamera großartige Bilder machen kann. Die Marke, die Anzahl an Megapixeln, die Ausstattung mit nützlichem und unnützem Schnickschnack oder die Reihenfolge in vielen Testberichten sind völlig egal: Der Fotograf macht das Bild, nicht die Kamera, die ist nur Werkzeug! Wenn du das erste Mal darüber nachdenkst, mit der Unterwasserfotografie zu beginnen, oder du hast schon eine entsprechende Ausrüstung und willst damit loslegen: nichts überstürzen und halte erst einmal alles so einfach wie möglich. Zu Anfang ist es nur wichtig, alle Grundeinstellungen der Ausrüstung zu kennen und zu beherrschen; und die verschiedenen Auswirkungen auf das Bild bei geänderten Einstellungen. Alles andere kommt später oder nie… oder wie der Volksmund so sagt: der Appetit kommt beim Essen. Bei einer digitalen Kompaktkamera hat man da meist nicht viel Auswahl, also versuche hier, möglichst alle machbaren Einstellungen durchzuspielen und mit Testbildern die Auswirkungen zu erforschen. Bei SLRs wird es schon aufwendiger, auch die nötigen Grundeinstellungen sind hier schon recht vielfältig. Spiele mit den vielen Menüfunktionen und nutze die verschiedenen Objektive (sofern vorhanden). Bei beiden Arten von Kameras ist es enorm wichtig, die grundsätzlichen Techniken zu verstehen; genau wie die grundsätzlichen theoretischen Kenntnisse der Fotografie vorhanden sein müssen. Unter Wasser ist man in einer recht dunklen Umgebung und möchte trotzdem vorzeigbare Bilder machen, auf was muss man da achten? Auf diese Frage gibt es leider keine einfache und immer zutreffende Antwort, aber wenn man ein paar grundsätzliche Möglichkeiten seiner Ausrüstung kennt, ist der Grundstein für eine großartige fotografische Karriere gelegt: die Kenntnis über Blenden, Verschlußzeiten, ISO-Werten, Blitzlichteinsatz und RAW als Bildformat und die entsprechende Anwendung einzelner oder aller dieser Punkte. Der beste Weg seine Ausrüstung kennen zu lernen: lese das Handbuch! Wobei mir völlig klar ist, dass niemand jemals ein Handbuch gelesen hat… …und dann nehme die Kamera, gehe raus und übe. Es gibt auch hier wie so oft im Leben eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist: bei Digitalkameras kostet das Üben keinen Film oder ähnliches. Die schlechte Nachricht ist: Man kommt um das Üben und Erlernen der Grundsätze nicht herum. Speziell in der Unterwasserfotografie kommen dann noch ein paar grundsätzliche Erkenntnisse hinzu, ohne die auch nichts geht:: zum einen der Unterschied zwischen dem Medium Luft und dem Medium Wasser (was das Licht angeht) und zum anderen die absolute Beherrschung seiner Ausrüstung zumindest bei den immer benötigten Hebeln, Knöpfen und Menüeinstellungen. Wer unter Wasser erstmal die gerade benötigten Knöpfe suchen muss, der kann das Bild gleich vergessen; so lange wartet kein Fisch. Lasst euch nicht von den Verlockungen der Hersteller verleiten, die euch mit immer mehr nötigen und unnötigen Ausstattungsmerkmalen zum Kauf überreden wollen. Wer die vier wichtigsten Dinge (Blende, Verschlusszeit, ISO und Blitz) verstanden hat und die Einstellungen blind beherrscht, der hat alle Voraussetzungen für erstklassige Bilder – alles Weitere sind Feinheiten, die man haben kann, aber nicht unbedingt haben muss Um das zu veranschaulichen, hier meine beliebteste Ausrüstung: Nikon D-SLR im Alugehäuse von UK-GERMANY, mehrere Ports für verschiedene Objektive, dazu natürlich dann auch die verschiedenen Objektive selber sowie einen Nikon Systemblitz in einem entsprechenden Gehäuse. Die Ausrüstung ist dabei einem dauerhaften Wandel unterworfen. Mal kommt ein anderer Blitzarm dazu, weil mich eine Kleinigkeit an dem gerade verwendeten stört, oder irgendein anderes Teil ist gerade neu und ganz toll… siehe ganz oben unter Spielzeug… Meine beiden Lieblingsobjektive sind das NIKOR 60mm Macro und das NIKON 12-24mm Zoom. Fast alle Bilder mache ich mit diesen beiden Objektiven. Ab und zu benutze ich noch das NIKOR 105mm Macro sowie das NIKOR 16-85mm Zoom, aber eher selten. In den meisten Fällen benutze ich keine Vollautomatik, das kommt aber immer auf das verwendete Objektiv und Objekt an. Bei Macroaufnahmen fotografiere ich entweder manuell oder mit Zeitautomatik (die Blende wird dabei je nach gewünschter Tiefenschärfe fest eingestellt). Weitwinkel genau umgekehrt; Manuell oder Blendenautomatik. Blitz dabei nur zum Hervorheben einzelner Bildanteile und nur manuell – der TTL Modus macht da zu viel kaputt. Und als Format immer RAW! Bei diesem Format kann ich später fast alles am Computer nacharbeiten und ändern; so braucht man sich z.B. um den Weissabgleich keine Sorgen zu machen, das macht dann über Wasser später das Programm. Wobei wir beim Thema Computer sind. Ich habe auf Reisen immer ein schnelles Notebook dabei, mit Nikon Capture NX und Adobe Photoshop bzw. Adobe Lightroom als Software. Dazu einen eingebauten DVD-Brenner und ein paar Rohlinge und eine externe Festplatte – so sind die Rohdaten gleich aus der Kamera 3fach gesichert. Mit dem Notebook kann ich gleich eine Vorauswahl treffen und auch schon teilweise mit der einfachen Bearbeitung anfangen. Ok, das Ganze ist nicht ganz billig, aber andere Leute sammeln Briefmarken... irgendwas ist schließlich immer. Das ist grundsätzlich erstmal alles.
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